14 Millionen verkaufte Tonträger (540.000 allein in Deutschland), mehrfach #1 rund um den Globus, einige Grammies, hochplatzierte Single-Auskopplungen - die Messlatte, die Linkin Park mit ihrem Debüt Hybrid Theory selbst angelegt haben, liegt verdammt hoch für eine Band, die sich erst seit 1996 im Business bewegt und die keine Zeit hatte, sich an den Status als wichtigste und erfolgreichste Rockband der letzten Jahre zu gewöhnen.

Linkin Park erschienen auf der Bildfläche und waren sofort groß. Das Szenario, in dem sich Linkin Park mit ihrem zweiten Album Meteora wiederfinden: Die Fans erwarten ungebrochene Intensität, die Gegner lauern auf den Fehltritt, die Branche schielt auf den Erfolg. Um so wichtiger, dass eine Band in einer solchen Situation sie selbst bleibt und sich nicht unter Druck setzen lässt. Das erfordert Professionalität und Selbstbewusstsein. Zwei Dinge, die Linkin Park glücklicherweise von Anfang an auszeichneten. Zwei Dinge, die den enormen Druck von der Band nahmen und ein richtig gutes zweites Album entstehen ließen - Meteora.

"Wir würden niemals von uns selbst fordern, jedes Mal 10 Millionen Alben verkaufen zu müssen. Das wäre ausgemachter Unsinn," so Chester Bennington. "Es ist eine großartige Sache, dermaßen viele Alben zu verkaufen. Das passiert in diesem Geschäft nicht alle Tage. Es nur ein einziges Mal zu erleben, ist schon verdammt viel in einer Karriere. Aber wir lehnen uns nicht zurück und nehmen es als gegeben hin. Wir sind unseren Fans verpflichtet." Und Shinoda ergänzt: "Wer uns kennt, weiß, dass die schärfste Kritik immer aus der Band kommt."


Linkin Park haben sich auch in den letzten Monaten keine Ruhe gegönnt. Seit der Veröffentlichung von Hybrid Theory waren sie so gut wie immer unterwegs und haben mehr von der Welt gesehen als mancher pensionierter Jet-Pilot. Nach vier Hit-Singles, In The End, Crawling, Papercut und Points Of Authority, arbeiteten vor allem Hahn und Mike am Remix-Album Reanimation und setzten auch damit Maßstäbe. Erstklassige und originelle Remixe, die tatsächlich eine völlig neue Perspektive auf das Hybrid Theory-Material eröffneten, sorgten für Diskussionen unter den Fans, erweiterten aber auch ihren Wirkungskreis und beförderten das Album auf Platz 3 der deutschen Charts. Und sie zeigten die große Spannbreite, in der sich Linkin Park sicher bewegen.


Von diesen Erfahrungen profitiert auch Meteora. Wieder einmal überrascht das feine Gefühl Linkin Parks für griffige Hooks, die, einmal abgeschossen, tief ins Herz dringen. Dahinter steckt nicht nur Genie, sondern auch harte Arbeit und eine Band, die sich nur mit dem Besten zufrieden gibt. Ein Beispiel: Shinoda und Bennington entwickelten ganze 40 Ideen "nur" für den Chorus der ersten Single Somewhere I Belong. "Wir wussten, dass der Song noch nicht ganz das war, was wir uns vorstellten," beschreibt Shinoda. "So schrieben wir einen neuen Chorus, nahmen ihn auf, mixten ihn, ließen ihn einen Tag liegen und hörten ihn uns am nächsten Tag nochmal an. Wir sahen uns an und wussten beide: Das kann noch besser werden. Also haben wir uns wieder rangesetzt. Es war viel Arbeit, aber wir nahmen uns die Zeit. Mancher mag erwartet haben, dass wir nur einen Aufguss von Hybrid Theory abliefern würden. Aber genau das wollten wir nicht."


Linkin Park haben die schwierige Aufgabe gemeistert, ein Album aufzunehmen, das dem Stil des Debuts und der Band treu bleibt und trotzdem nicht auf der Stelle tritt. Im Gegenteil ist Meteora weit vielfältiger als Hybrid Theory. Nach wie vor dominieren die knallharten Raps Shinodas und die melodischen Antworten Chester Benningtons. Harte Gitarrenriffs, druckvolle Beats, Soundwände, Scratches und die vorantreibende Energie aller bestimmen auch das Bild von Meteora. Neu ist der verstärkte Einsatz von Elektronik, der die Sounds nachhaltig intensiviert, aber niemals zum Überladenen tendiert. Die Feinarbeit von Reanimation hat sich gelohnt: das äußere Klangbild ist wenig verändert, aber die Details fallen stärker ins Gewicht.

Der Albumtitel entstand während der ausgiebigen Europatour 2002, als sie in einem europäischen Reisemagazin eine Gruppe von sechs Klöstern auf einer Anhöhe in Zentralgriechenland fanden. Der Ort heißt Meteora und "schien nicht von dieser Welt zu stammen," wie Chester betont. Wörtlich übersetzt heißt Meteora: 'In der Luft schwebend.' "Dieser Ort ist poetisch und schön," so Shinoda. "Es verkörpert vollkommen die Ahnung von Zeit- und Raumlosigkeit, die das Album haben sollte." Hahn ergänzt: "Dorthin gehen Leute, um die Einsamkeit zu suchen und um sich selbst zu finden. Und genau darum geht es auch auf dem Album: Sich selbst zu finden. In jedem Song geht es darum, in sich hineinzublicken und die Emotionen nach außen zu lassen."
"Wir wollten immer allgemeingültige Gefühle ausdrücken," erklärt Shinoda. "Darauf haben wir uns bei Meteora
konzentriert.

Meteora unterscheidet sich von Hybrid Theory insofern, dass wir mehr Facetten des Lebens einbeziehen. Wir sind zwei Jahre auf Tour gewesen, und da macht man einen Schritt zurück und betrachtet das Leben in einem größeren Maßstab."
"Es ist immer noch ein sehr dunkles Album," betont Bennington. "Aber es ist optimistischer. Wir sind immer noch dieselben Leute, aber es gibt ein Licht am Ende des Tunnels."
Und das scheint hell und heißt Meteora.

Das nächste Album wird Eine Livealbum sein, so kommen auch Fans die auf noch keinem Linkin Park Konzert waren in den Genuß, "Linkin Park live in Texas"ein Muss für jeden Fan.

 

Wenn Ihr noch mehr erfahren wollt besucht doch mal meine Linkin Park Fanpage^^

http://www.linkin-park-heaven.de.vu

 



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